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28.01.2016
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Kieser Training Krafttest User Ralph

41 Jahre Krafttraining, davon 31 Jahre bei Kieser Training

41 Jahre Krafttraining, davon 31 Jahre bei Kieser Training. Wie doch die Zeit vergeht.

Nachdem ich hier (nicht alle) Beiträge gelesen habe, möchte ich dazu motivieren das Training langfristig ins Leben einzuplanen. Mit dem Krafttraining habe ich vor 41 Jahren angefangen, die ersten 10 Jahre mit freien Gewichten. Seither bin ich 31 Jahre bei Kieser Training. Wenn ich meine alten Trainingskarten anschaue, bewege ich heute im Alter von 60, vier mal mehr Gewicht als mit 20 Jahren. Zu berücksichtigen ist, dass ich in dieser Zeit mehrere Generationen Trainingsgeräte überlebt habe, bei denen Kraftkurve und Übersetzung vermutlich nicht 1:1 vergleichbar sind. Übungen wie Klimmzüge und Barrenstützen sind aber ein gutes Mass. Meiner Meinung nach die wichtigsten Übungen. Denn sie bringen die Kraft ins richtige Verhältnis zum Körpergewicht. Heute hat Kieser Training die besten Trainingsgeräte. (Meine persönliche, private Erfahrung).

Wenn man mit Krafttraining beginnt spürt man nach kurzer Zeit einen kleinen Erfolg. Etwas Muskelkater, etwas mehr Gewicht usw. Jetzt heisst es unbedingt dranbleiben, für den Rest des Lebens. Den wahren Erfolg merkt man erst nach Jahren oder Jahrzehnten. Unser Körper ist entsprechen dem Bauplan unserer Gene, für den Widerstand auf unserem Planeten gebaut. Der Tatsache, dass während der Evolution der Starke eine bessere Überlebens möglichkeit hatte, als der schwache, ist es vermutlich zu verdanken, dass wir am Widerstand wachsen. Dass wir stärker werden können.

Krafttraining ist meiner Meinung nach das beste Mittel diesen Widerstand so zu erhöhen, dass nicht nur der Muskel stärker wird, sondern unser ganzer Körper. Sehnen, Bänder, Knochendichte, usw.. Dazu konditioniert Krafttraining unsere Organe. Diese sind dafür verantwortlich, dass der Muskel unter Belastung die benötigten Brennstoffe erhält, Glucose, Glykogen, ATP usw. . Nach dem Training wird Lactat abgebaut und wieder verstoffwechselt. Dies ist die beste Möglichkeit für eine metabolische Konditionierung. Die gesamte Verstärkung unseres Körperbaus benötigt ein lebenslanges Training. Muskeln und Kraft sind gemäss der Programmierung unserer Gene ein teures und wertvolles gut, womit sparsam umzugehen ist. Weil sie Energie verbrauchen. (Die Evolution hat noch nicht bemerkt, dass wir Nahrung im Überfluss haben) Schauen sie sich beim Metzger ein Stück Fleisch an und überlegen sie, wie lange unser Körper braucht, um diese Masse Zelle für Zelle aufzubauen. Haben sie einmal Kraft und Muskelmasse aufgebaut, gilt es diese zu erhalten. Nur so profitieren sie ein Leben lang davon.

Ausdauertraining ist keine Option. Das Gegenteil ist der Fall. Währt Ausdauertraining zu lange verbrennt man damit wertvolles Muskelgewebe. Zudem besteht das Risiko einer erhöhten Abnützung des Körpers. Krafttraining ist tatsächlich die beste Trainingsform, um unseren Körper lebenslang funktionstüchtig zu erhalten. Denn nur damit aktiviert man nach jedem Training den Zellaufbau im Körper.

Nach dem Training gleicht unser Körper einer riesigen Baustelle. Das verbrauchte Glykogen im Muskel wird von den Organen produziert und in Muskel und Leber bereitgestellt. Im ganzen Körper beginnt der Zellaufbau. Verletzte Muskelzellen (Muskelkater) werden abgebaut und neue Zellen für neue verstärkte Muskelfasern aufgebaut. Bei langfristigem Training werden neue Zellen für verstärkte Sehnen und Bänder gebildet. Diese brauchen für den Aufbau etwas mehr Zeit als der Muskel selbst.

Nach intensivem Training braucht der Körper Ruhe und Zeit für den Aufbau, um gut erholt im nächsten Training die Leistung steigern können. Seien sie niemals zufrieden mit ihrem Gewicht. Kämpfen sie um die letzte Wiederholung der Übung. Sobald die Zeit überschritten ist, erhöhen sie das Gewicht.

Soweit ein kleiner Einblick in meine persönliche Erfahrung mit meinem Krafttraining während 41 Jahren. Mein Training gibt mir bei allem eine ausreichende Kraftreserve. So komme ich sehr komfortabel durchs Leben. Man kann diesen angenehmen Vorteil nicht erwerben wie ein Luxus gut. Da hilft kein Arzt und keine Versicherung. Man muss sich die eigene Kraft selbst erarbeiten und nur wer es wirklich verdient hat bekommt den Lohn, einen starken Körper. Mein Tip: Planen sie ihr Training und halten sie sich an den Plan. Ohne Ausrede und Ausnahme.

Nun wünsche ich dem leser, ein Leben lang regelmässiges hochintensives Training. Erwähnen will ich, dass ich nicht für Kieser Training arbeite und nicht für meine Meinung bezahlt werde. Mein Abo bezahle ich selbst, zu 100%. Jedoch liegt mir sehr am Herzen, dass es der Firma gut geht, brauche ich doch die beste Trainingseinrichtung noch bis zum letzten Tag in meinem Leben.



Ralph

Themen: Allgemein

Ihr Beitrag

  • 30.01.2016 | Helmut Brotzki:

    Ich widerspreche dem Beitrag in einem Punkt, bzw. möchte einmal klarstellen, dass Ausdauertraining als Ergänzung zum Krafttraining unerläßlich ist. Ohne eine regelmäßige Ausdauerkonditionierung ist das Krafttraining nur halb so gut. Bevor Herz und Kresilauf sich auf die höhere Belastung einstellen ist die Übung zu Ende. Das Herz kommt eindeutig zu kurz. Nur das rechte Maß zwischen Ausdauer, Kraft und Entspannung sind Garanten für ein gesundes Leben (neben vielen anderen Faktoren für die hier nicht genug Platz ist). Dieser Kommentar von mir basiert auf ausreichend Erfahrung in Kraft- und Ausdauersport. Krafttraining bei Kieser habe ich ebenso wie freies Hanteltraining betrieben. Laufsport bis zur Teilnahme an Marathon Veranstaltungen.

  • 02.02.2016 | Verena:

    Eine Klasse Leistung Ralph. Du bringst es genau auf den Punkt . Danke dafür !

  • 04.02.2016 | Alexander:

    Ich kann da Verena nur zustimmen! Helmut Brotzki, ihnen möchte ich folgendes sagen: Ich weiss nicht in welcher Form Sie Krafttraining betreiben oder welches Konzept sich ihnen beim Begriff Krafttraining eröffnet. Es kann jedoch tatsächlich so sein, dass ein unzureichendes Muskeltraining eines zusätzlichen Ausdauertrainings bedarf. Es stellt sich also die Frage, in welcher Form das Krafttraining betrieben wird. Sofern es sich um ein hochintensives Krafttraining nach der HIT – Methode (High Intensity Training) handelt, ist daneben kein zusätzliches Ausdauertraining notwendig. Gemäss Dr.Doug McGuff (2014), der übrigens auch am Kieser-Kongress „Motoren unseres Lebens – Muskeltraining 2015“ in Dresden referiert hat, sammelt sich nach einer hochintensiven Muskelanstrengung Laktat an. Dieses wird in der Zelle verarbeitet, indem es in Pyruvat zurückverwandelt wird. Das Pyruvat gelangt in die Mitochondrien wo es aerob verstoffwechselt wird. Diese Stimulation findet vor allem in der Erholungsphase statt. Weiter erläutert McGuff, dass dieser Reiz, mindestens genauso hoch oder sogar höher ist, als man ihn durch konventionelles Ausdauertraining erreichen kann. Grund dafür ist, dass durch das harte Training mehr Pyruvat und Laktat gebildet wird, als die Mitochondrien simultan verarbeiten können. Somit sind diese gezwungen voll ausgelastet zu arbeiten. Ergo wird durch das Training mit einem progressiven Widerstand die Mitochondrienanzahl gar erhöht und somit beginnt der Kreislauf von Neuem. Abschliessend ist es mir wichtig, dass Sie meine Argumentation nicht einfach annehmen oder verwerfen. Ich möchte sie auffordern, diese zu überprüfen! Trainieren sie nach der Kieser-Methode (HIT-Methode), wählen Sie das Gewicht so, dass der Muskel nach 90 Sekunden komplett versagt. Des Weiteren muss der Wechsel von einer Übung zur anderen ohne Zeitverlust erfolgen. Tragen Sie dabei eine Pulsuhr. Sie werden feststellen, dass ihr metabolisches System optimal konditioniert worden ist. Ich finde, ihre „Klarstellung“ wird somit relativiert. Literatur: Doug McGuff (2014). Zwölf Minuten pro Woche (Seite 53). Riva Verlag: München.

  • 06.02.2016 | Thomas:

    Sehr motivierender Beitrag, Ralf! Ich trainiere auch gerne bei Kieser, auch schon ein paar Jahre, aber noch keine Jahrzehnte - aber das kann ja noch kommen. ;-) Ich habe auch schon mit freien Gewichten oder an anderen Maschinen trainiert, aber bei Kieser gefällt es mir am besten bisher. Zum Thema Ausdauer: Ich denke, dies kann man nicht verallgemeinern. Es ist sicher richtig, dass wenn ich "ohne Zeitverlust" von einem zum anderen Gerät laufe, auch meine Kondition trainiere. Wer schon mal Zirkeltraining gemacht hat (in der Schule früher z.B.), kennt diese Art von Trainingseffekt. Aber diese Art von Training ist bei Kieser ja gar nicht möglich. Zu normalen Trainingszeiten sind die Maschinen nicht alle frei und man muss sie auch einstellen. Zudem muss die Übungsausführung sauber sein. Ich habe auch schon mal mit Pulsuhr bei Kieser trainiert, aber so einen Effekt wie beim Zirkeltraining (oder auch Crossfit) bekomme ich jedenfalls nicht hin. Zudem ist Ausdauertraining nicht gleich Ausdauertraining. Ich selber trainiere seit einigen Jahren Karate und brauche so eigentlich kein zusätzliches Ausdauertraining. Wenn ich zusätzlich Ausdauer trainiere, dann eher nach der HIIT-Methode, etwa durch Spinning oder auf dem Laufband. Und Kieser Training in allen Ehren, aber allein durch "Kiesern" wird man sicher nicht genauso viel oder gar mehr Kondition erlangen wie durch "konventionelles Ausdauertraining" - ich habe sie nur durch Kieser Training jedenfalls nicht bekommen (das kam erst durch das Kampfsporttraining).

  • 08.02.2016 | RALPH:

    Danke für Eure Beiträge. Die richtige Frage zum Ausdauertraining müsste lauten: In welchem Zustand wäre mein Körper heute, nach 41 Jahren Ausdauertraining? Gelenkschmerzen infolge frühzeitiger Abnützung und ein Verlust an Muskelmasse und Kraft wären die Folgen - Sportverletzungen mit Langzeitschäden wahrscheinlich.  Meine heutige Kraft, in einem Körper ohne Abnützungserscheinungen, hätte ich heute nicht zur Verfügung. Nur Geduld, wer auf ein jahrzehntelanges „Hoch Intensives Krafttraining Training“ (Kieser-Methode / HIT-Methode), zurückblicken kann, versteht meinen Beitrag. Ausdauer und Sport mag Training sein bis zur totalen Erschöpfung. Es bleibt Abnützung und aktiviert keinen Aufbau im Körper. Sportverletzungen mit Langzeitfolgen sind mit Ausdauertraining eng verbunden. Die korrekte wissenschaftliche Antwort, hat Alexander inkl. Quellnachweis gegeben. Dem ist nichts hinzuzufügen. Meine Absicht war meine Trainingserfahrung mitzuteilen und nicht, für das eine oder andere Stellung zu beziehen. Jeder darf frei entscheiden und trägt selbst Verantwortung für den eigenen Körper. Man darf nicht verwechseln, welches Training einen Aufbau und welches Training einen Abbau im Körper bewirkt. Eine Beurteilung darf nicht kurzfristig - für den Pokal am Wochenende sein, sondern sollte das ganze Leben miteinbeziehen. Thomas, das hat nichts mit verallgemeinern zu tun. Ich halte mich an Resultate aus Wissenschaft und Forschung. Als Quelle empfehle ich folgende Bücher: Werner Kieser: Ein starker Körper kennt keinen Schmerz. Werner KIeser: Die Seele der Muskeln: Krafttraining jenseits von Sport und Show. Doug Mc Guff (2014). Zwölf Minuten pro Woche. Riva Verlag: München. Ralph

  • 12.02.2016 | Thomas:

    Hallo Ralph, die Bücher von Werner Kieser habe ich alle gelesen, auch ein älteres, "Krafttraining", in dem das Training mit freien Gewichten erläutert wird sowie die Neuauflage von "Ein starker Körper kennt keinen Schmerz". Ich nehme an keinen Wettkämpfen teil, Abnützungserscheinungen habe ich ebenfalls keine (bin auch schon fast Mitte 40). Ich höre immer sehr genau auf meinen Körper und übertreibe es nicht, 1-2 Ruhetage zur Regeneration pro Woche nehme ich mir. Stundenlanges Ausdauertraining käme mir nicht in den Sinn, aber HIIT-Training, halte ich für sehr sinnvoll. Das Buch von Doug McGuff kenne ich, ob die dort zitierte McMaster-Studie repräsentativ ist (16 Teilnehmer in 2 Gruppen, die über einen Zeitraum von 2 Wochen untersucht wurde), lasse ich dahingestellt, ich bin kein Sportwissenschaftlicher. Mir ging es nur darum, dass ich Kieser Training zwar sehr gut finde (sonst wäre ich nicht mehr dort), aber Kieser-Trainig als Ausdauer- bzw. "Krafttraining für das Herz" (für mich...) nicht für ausreichend halte. Ich habe bisher auch noch niemanden bei Kieser so trainieren gesehen, dass er wirklich "zügig" von Maschine zu Maschine gewechselt ist - und ich kenne gut ein Dutzend Kieser-Betriebe (bin öfters unterwegs). Ausdauer ist aber letztlich spezifisch. Wenn ich nur zwischen Kraft- und Ausdauertraining wählen müsste (etwa aus Zeitgründen), dann würde ich Krafttraining nach der HIT-Methode wählen. Ich betreibe halt beides, es gibt ja auch spezielle Trainingsprogramme für bestimmte Sportarten bei Kieser (darunter auch für Karate, das - vernünftig betrieben - auch bis ins hohe Alter ausgeübt werden kann). Beste Grüße, Thomas

  • 12.02.2016 | Chris:

    Hallo, vielen Dank für die sehr interessanten Beiträge. Ich trainiere seit 10 Jahren bei Kieser. Mich würde interessieren, ob von Euch alten Hasen der ein oder andere evtl. schon nach PITT Force trainiert. Das ist ja seit diesem Jahr möglich. Ich sehe außerdem hin und wieder Mitglieder mit einem zweiten Satz, mit reduziertem Gewicht unmittelbar nach dem ersten Satz trainieren. Wer kann dazu was sagen? Danke. Viele Grüße, Chris

  • 12.02.2016 | Thomas:

    Hallo Chris, ich habe PITT Force 8 Wochen ausprobiert. Ich fand es recht anstrengend und bei mir hatte es nicht den Erfolg, den ich mir erhofft hatte. Zudem mag ich Einzelwiederholungen nicht besonders, sondern trainiere lieber einen Satz durch. Aber das muss man ausprobieren, bei dem einen schlägt eine Trainingsmethode gut an, bei dem anderen nicht. Dropsätze (meist 2 oder 3 Sätze mit reduziertem Gewicht) fand ich da schon effektiver. Das habe ich eine ganze Zeit immer mal wieder bei manchen Maschinen eingebaut, z.B. bei der D6 oder auch der B6. Dadurch wird der Muskel noch stärker "ausgereizt" und ich konnte dadurch ein Plateau überwinden. Aber es ist nichts, was ich ständig machen würde, da reicht mir das normale Einsatztraining. Ab und zu finde ich es gut, um etwas Abwechslung in das Training zu bringen. Aber auch hier geht probieren über studieren. Eine andere Intensivierungsmethode, die mir persönlich am meisten zusagt und die ich auch in jedem Plan eingebaut habe (bzw. einbauen lasse), ist das Supersatztraining durch Vorermüdung bestimmter Muskelgruppen. Also z.B. erst Butterflys an der D5 und dann Schrägbankdrücken an der D6. Beste Grüße, Thomas

  • 13.02.2016 | Chris:

    Hallo Thomas, danke für Deine Schilderung! Supersatztraining habe ich auch aktuell im Plan K4 (unterstützte Dips) und gleich im Anschluss D7 und etwas später D6. Da merkt man schon, das sich mehr im Brustmuskel regt. Vielleicht probiere ich PITT aus, wobei ich Deine persönliche Einschätzung nachvollziehen kann und mir ein durchgehender Satz sicher auch mehr entgegenkommt. Viele Grüße, Chris

  • 13.02.2016 | Ralph:

    Hallo Thomas, siehe meine Pulsmessung. Habe bei Superslow Klimmzügen und Barrenstützen, je 90 Sek. an der J, einen Puls über 160, während dem ganzen Training im Durchschnitt 125 Puls. Für die Gesundheit reicht das völlig. 
Nur für kurze Zeit im Netz: Meine Pulsmessung (Puls, Geräte und Gewicht): https://drive.google.com/file/d/0B1zrPeGG1mfbUVpDVVB1VFRrZ0E/view?usp=sharing Hallo Chris, mir genügt ein Satz, danach ist keine Wiederholung möglich, meine Muskulatur ist maximal erschöpft. Diese Methode hat den Vorteil, dass die unterschiedlichen Muskelfasertypen in der richtigen Reihenfolge rekrutiert und erschöpft werden und das gesamte Glykogen im Muskel aufgebraucht wird. McGuff hat das gut beschrieben. Dies ist wichtig für den aeroben Stoffwechsel. Der durch das anaerobe Training aktiviert wird. McGuff (2014). Zwölf Minuten pro Woche (Seite 53). Riva Verlag: München.

  • 14.02.2016 | Thomas:

    Hallo Ralph, bei Ihren (für mich beeindruckenden) Pulswerten ist das Training für die Gesundheit sicher ausreichend. Auf solche Pulswerte komme ich während des Krafttrainings bei Kieser allerdings nicht, obwohl ich relativ zügig von Maschine zu Maschine wechsele und am Ende des Trainings muskulär erschöpft bin. Ich habe einen Ruhepuls von etwa 50 Schlägen und mein Blutdruck liegt meist so bei 110/70. Selbst beim Intervall(ausdauer)training brauche ich eine gewisse Zeit, um auf "Betriebstemperatur" zu kommen. Beim lockeren Einfahren beim Spinning z.B. komme ich teilweise nicht mal auf 90 Schläge pro Minute, mein Maximalpuls liegt so bei 160-165 - mit viel Widerstand und bei hoher Belastung über einen längeren Zeitraum. Ich finde es interessant, wie unterschiedlich die Menschen (auch von ihrer Konstitution her) sind. Nochmal zu den Dropsets: Ich schaffe nach einem Satz auch keine weitere Wiederholung mit demselben Gewicht mehr, teilweise zittern meine Muskeln auch, aber mit weniger Gewicht geht dann schon noch was. Also z.B. D6 mit 320 lbs. mit 90 Sek. und einen zweiten Satz mit 240 lbs./90 sek. Ob das für jeden sinnvoll ist, weiß ich nicht, es bringt halt etwas Abwechslung ins Training. Man sollte aber aufpassen, dass man dadurch nicht ins Übertraining kommt, insbesondere, wenn man noch anderen Sport macht. Aktuell mache ich das nicht und periodisiere eher. Superslow (4-1-10 Sek.) oder umgekehrtes Superslow (10-1-4 Sek.) ist bei einigen Übungen auch ab und an mal interessant. Viele Grüße, Thomas

  • 14.02.2016 | Chris:

    Hallo Thomas, trainierts Du nach Zeit? Ich bin zum Zählen der Wdh. übergegangen, damit kann ich besser umgehen. Superslow habe ich auch hin und wieder im Programm, habe aber feststellen müssen, dass das mir bzw. meinem Knie an der B6 nicht bekommt. Gibt es einen Anhaltspunkt, um wie viel man das Gewicht bei den Dropsets beim zweiten reduzieren sollte? Gruß, Chris

  • 15.02.2016 | Thomas:

    Hallo Chris, ich zähle und habe die Uhr im Blick, damit ich die Ausführung z.B. 4-2-4 ausführe. Wichtig ist vor allem, dass man die Wiederholung nicht zu schnell ausführt ("Schwungtrainierer"). Evtl. hat man auch bei dem einen oder anderen Gerät - je nach Kieserbetrieb - keinen Blick auf eine Uhr, da ist das Zählen sinnvoll. Zur Kontrolle schaue ich dann aber zu Beginn und am Ende auf die Uhr, damit 9 Wiederholungen auch tatsächlich 90 Sekunden ergeben. Eine Faustformel für die Reduktionssätze? Das hängt aus meiner Sicht primär von der Übung ab. Ich hatte bei der B6 z.B. mit 10-8-6 Wiederholungen trainiert und 440 - 400 - 360 Pfund an Gewicht genommen. Das wären ca. 10 Prozent weniger beim jeweils nächsten Satz. Bei anderen Geräten kann man aber auch durchaus 20 oder sogar 30 Prozent runtergehen. Am Anfang lieber für den zweiten Satz etwas weniger nehmen und dann steigern. Ich würde dies auch nicht an mehr als 1-2 Maschinen machen, am besten solche, an denen man große Muskelgruppen trainiert (B6, C6, D6, D7, E1, E3 z.B.). Einsatztraining halte ich aber generell für effektiver als Mehrsatztraining, ich nutze Reduktionssätze in erster Linie, um mal einen neuen Trainingsreiz zu setzen und z.B. ein Plateau zu überwinden. Frag ggf. auch nochmal einen Instruktor. Beste Grüße, Thomas

  • 15.02.2016 | Chris:

    Danke Thomas für Deine Erklärungen! Viele Grüße, Chris

  • 06.03.2016 | Stefan :

    Was bezahlt dir Kieser für deinen Beitrag? Ein Studio ohne Cardiogeräte? Aufwärmen ist nicht wichtig vor dem Training? Tolle Trainerratschläge dazu kommt, daß hier in Frankfurt eine Arztpraxis Unsummen verdient an den Mitgliedern,die dorthin zur Untersuchung geschickt werden. Meiner Meinung nach bewegt sich Kieser auf Sektenniveu.

  • 07.03.2016 | Ralph:

    Hallo Stefan, verärgert? Es ist Dir freigestellt zu trainieren wo und wie Du möchtest. Dein Beitrag zeigt aber, dass Du von der Sache wenig verstehst. Genau so ging es mir auch, vor 41 Jahren als ich mit dem Krafttraining begann. Nach 10 Jahren Hanteltraining, habe ich auf Empfehlung eines Freundes zu Kieser Training gewechselt. Ich hab mir damals schwer getan damit und die Methode lange in Frage gestellt. Die positive Wirkung des Trainings hat mich erst nach viel Geduld überzeugt. Du solltest Dich mit den Resultaten beschäftigen die uns heute aus wissenschaftlicher Sicht zur Verfügung stehen. Aber kurz zum Aufwärmen. Unser Körper wurde nicht für unsere Zivilisation geschaffen. Er ist das Resultat einer Jahrmillionen langen Evolution. In dieser langen Entwicklungsphase haben Menschen und Tiere eine ganz besondere Fähigkeit entwickelt. Im Bruchteil einer Sekunde, können wir unsere gesamte maximale Muskelkraft ohne Zeitverlust für Flucht oder Kampf nutzen. Wer dies nicht konnte, hatte weniger Lebenszeit zur Verfügung um seine Gene weiterzugeben. Deshalb hat die natürliche Auslese, jene begünstigt die eben über diese Fähigkeit verfügten. Wer vor dem Krafttraining seine Muskulatur mit niedriger Intensität aufwärmt, verschenkt diesen Trainingseffekt, der für unser Überleben so wertvoll ist. Obwohl wir heute kaum in Situationen von Angriff und Flucht gelangen, entscheidet gerade diese Fähigkeit z.B. bei Unfällen über schwere oder leichte Verletzungen, oder über Leben oder Sterben. Dies habe ich auf meinen Bergtouren selbst erlebt. Ein Trainingskonzept dessen Sinn es ist unseren Körper lebenslang funktionstüchtig zu erhalten unterscheidet sich von den Modeerscheinungen der Fitnessbranche. Um das zu verstehen muss man nicht nur die Muskeln aktivieren, sondern auch das Hirn. Das beginnt wie bei Dir mit Zweifeln und dem Suchen nach dem Warum. Das war bei mir nicht anders, damals. Zu Deinem Vorwurf der Bezahlung, kann ich Dir sagen, dem ist nicht so. Wenn ich damit Geld verdienen wollte, würde ich es vorziehen Bücher zu schreiben. Das liegt mir aber nicht. Es ist in den Beiträgen ersichtlich wer als Instruktor/In hier bezahlt ist. Aber Unabhängig von einer Bezahlung, zählt nur die Wahrheit und die kommt aus Forschung und Wissenschaft, aber nicht von mir. Ich berichte aus meiner Erfahrung über einen Zeitraum von 41 Jahren Krafttraining. Nicht für mich, nicht für Kieser Training, sondern für all jene die Interesse am Thema haben. Zu Deinem Vorwurf, (Zitat: „ eine Arztpraxis Unsummen verdient“) möchte ich Dir einen Denkanstoss geben. Wie viel Krankenkassenprämie würden wir alle sparen, wenn statt 5% ganze 80% der Bevölkerung ein regelmässiges Krafttraining absolvieren würde? Dazu braucht es kein Kieser Training. Klimmzüge, Barrenstützen und Kniebeugen zu Hause, trainieren 80% der Muskulatur und das kostet nur einige Tropfen Schweiss. Ist aber für unseren Bewegungsapparat eine wertvolle Kräftigung. Ralph

  • 08.03.2016 | Peter:

    Ich habe diesen Beitrag über Facebook gefunden, dort ist er verlinkt. Wenn Sie, Ralph, kein Geld von Kieser-Training bekommen, dann sollten Sie vielleicht noch einmal nachverhandeln. Kieser verdient mit Ihnen bzw. Ihrem Beitrag bestimmt eine ganze Menge Geld. In den Beiträgen hier wird immer die Publikation von Doug McDuff genannt. Dieses Buch habe ich auch gelesen. Er ist auch ein Vertreter von HIT, allerdings ist er der Auffassung, dass ein hochintensives Training mit fünf ("big five") oder sogar nur drei ("big three") Maschinen einmal pro Woche ausreichend sei. Das Kieser-Prinzip funktioniert ja etwas anders (2x pro Woche 10-12 Maschinen). Nach McDuff wäre dann Kieser-Training zu ca. 50 Prozent auch "Zeitverschwendung". Interessant an dem Buch von McDuff ist, dass er auch eine Anleitung gibt, wie man auch ohne Nautilus-Maschinen sein Training mit freien Gewichten absolvieren kann. Mit Kreuzheben, Langhantelkniebeuge und Bankdrücken, die klassischen Übungen aus dem Kraftsport bzw. Kraftdreikampf, spricht man allerdings deutlich mehr Muskeln an als mit F3, B6 und D6. So ineffektiv scheint das Training mit freien Gewichten dann doch nicht zu sein. Zum Thema Aufwärmen kann man sicher unterschiedliche Auffassungen vertreten. Der evolutionstheoretische Ansatz von Ralph ist mir neu, gibt es dazu auch eine wissenschaftliche Quelle? Werner Kieser begründet das fehlende Aufwärmen etwas anders, nämlich dass man bei einem 90-Sekunden-Satz die ersten Wiederholungen zum Aufwärmen nutzt. http://www.kieser-training.de/publikationen/artikel/aufwaermen Ob das nun richtig ist oder nicht, muss jeder selber entscheiden. Kieser ist allerdings einer der wenigen, die ein Aufwärmen für nicht erforderlich halten. Zum Thema Cardio: "Steady State"-Training, z.B. Joggen, ist sicher nicht ideal, das schreibt auch Doug McDuff. Gegen hochintensives Training an Cardiogeräten schreibt er nichts. Man kann an Ergometern auch sehr gut Intervalltraining betreiben, HIIT oder Tabata z.B. Dass dies sinnvoll ist, wurde bereits wissenschaftlich untersucht, http://www.bbc.com/news/health-17177251 Es reichen dabei wenige Minuten pro Woche, also ganz im Sinne der 12-Minuten-pro-Woche-Methode. Das Konzept von Kieser ist im Übrigen natürlich betriebswirtschaftlich sinnvoll. Wenn man nur max. 2 mal pro Woche 30 Minuten die Geräte benutzen soll, dann können natürlich deutlich mehr Menschen durch das Studio geschleust werden. Mit Cardiogeräten, Sauna und Getränkebar ließe sich dies nicht machen. Das Kieser-Konzept mag auch sinnvoll sein (für den Kunden, insbesondere mit körperlichen Beschwerden), allerdings sollte man fairerweise auch erwähnen, dass es eben für beide Seiten Vorteile hat. Man kann im Übrigen auch in anderen Fitnessstudios sinnvoll trainieren, dass es dann viele nicht machen, steht auf einem anderen Blatt. Es gibt aber auch bei Kiesertraining eine ganze Reihe von Leuten, die die Übungen unsauber ausführen. Peter

  • 10.03.2016 | Chris :

    Hallo, ich klinke mich noch mal ein. Habe seit November leichte Rückenschmerzen in der Lendenwirbelsäule. Ich bin unsicher, ob ich trotzdem weiter trainieren soll. Ggf. F3 und F2 erstmal weg lassen. Die Instrukturen haben mein Programm schon modifiziert. Wie sind Eure Erfahrungen? Danke. VG, Chris

  • 10.03.2016 | Thomas:

    Hallo Chris, ich würde wohl weiter trainieren, aber dann ggf. das Trainingsprogramm entsprechend anpassen. Die Beschwerden kommen ja wahrscheinlich nicht vom Training bei Kieser, oder? Was haben die Instruktoren denn modifiziert? So pauschal würde ich sagen, dass Du statt der F2 mal die A2 ausprobieren kannst (andere Bauchmuskelmaschinen gibt es bei Kieser ja nicht) und statt der F3 evtl. die A1 und die C2, falls Du damit besser klar kommst. Aber das würde ich auch mit den Instruktoren besprechen. Vielleicht brauchst Du auch eine kleine Pause von 1 oder 2 Wochen, wenn Du zuviel trainiert hast (Übertraining). Hast Du die Ausführung der Übungen mal im Rahmen einer Trainingsbegleitung überprüfen lassen? Gute Besserung, Thomas

  • 10.03.2016 | Chris :

    Hallo Thomas, danke für Deine Antwort. Habe jetzt 3 Wochen pausiert - ohne merkliche Veränderung. Insofern gibt es scheinbar keinen Zusammenhang. Modifiziert wurde F3 und F2 raus genommen. Mal A2 anstatt F2 und für F3 die A2. Alles ohne große Veränderung. Außer, dass ich beim Absetzen des Gewichts an der A2 und F2 ein schmerzhaftes Ziehen in der LWS spüre. Habe demnächst eine Trainings-Überprüfung. Gruß Chris

  • 11.03.2016 | Marc:

    Hallo Chris Frag mal in deinem Studio die Instruktoren, die helfen dir sicher gerne weiter bei der Programmmodifikation. Aus eigener Erfahrung kann ich dir auch die spezielle Rückenmaschine (LE genannt) empfehlen, dort wird der Rücken viel intensiver und gezielter trainiert. Habe selber schon ein gutes Dutzend mal daran trainiert und Rückenschmerzen sind seit dem kein Thema mehr... Zudem schau mal bei der F2, dass du evtl. mit dem Gesäss etwas nach vorne rutschst. Damit fällst Du nicht in ein hohles Kreuz und dementsprechend sinkt auch die Spannung auf den LWS-Bereich.. Ich hoffe, ich konnte dir damit helfen.. :-) Gruss Marc

  • 11.03.2016 | Chris:

    Hallo Marc, danke für Deine Antwort. Meinst Du, dass nach 10 Jahren Kieser jetzt die MKT noch mal was bringt? Nach dieser langen Zeit müsste doch die Rückenmuskulatur ausreichend auftrainiert sein. Die Kosten sind ja nicht unerheblich! Gruß, Chris

  • 11.03.2016 | Thomas:

    Hallo Chris, mir ist noch etwas eingefallen. Nutzt Du eigentlich die alten Maschinen, F2 und F3, oder die neuen F2.1 und F3.1? Ich hatte nämlich kurz nach der Umstellung auch ein leichtes Ziehen, allerdings nicht in der LWS, sondern in der rechten Leiste. Dann wurde die Sitzeinstellung bei der Trainingsbegleitung korrigiert bei der F3.1 und F1.1 und dann war es nach kurzer Zeit weg. Gruß, Thomas

  • 11.03.2016 | Chris:

    Hallo Thomas, trainiere an den neuen Maschinen und hatte die auch schon im Verdacht. Da ich so viele Jahre keine Probleme hatte. Werde hier noch mal ansetzen. Grüße, Chris

  • 11.03.2016 | Marc:

    Hallo Chris Auf jeden Fall! Ich habe mit dem KTR auch erst nach 5 Jahren HIT-Training begonnen. Fazit: Beweglichkeit konnte ich erhöhen und innerhalb eines Jahres bin ich bei der F3.1 um 80 Pfund nochmals raufgekommen! Ich bin wirklich selber überrascht vom Wirkungsgrad der Maschine. Gemäss den Instruktoren kommt es daher, dass die Beine massiv besser isoliert werden und mit dem Gegengewicht auch viel linearer belastet wird. Also ich denke, für dich auf jeden Fall mal einen Versuch wert! :-) Gruss Marc

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