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Sportvorbereitung

Der Läufer und sein Knie

Das Läuferknie ist eine vor allem für Langstreckenläufer typische Überlastungserscheinung. Es entsteht, wenn der Tractus iliotibialis verkürzt ist – ein breiter Faszienstreifen, der an der Außenseite des Oberschenkelmuskels vom Becken zum Schienbein-Gelenkkopf verläuft. Genetisch bedingt oder durch falsche Belastung kann er seine Elastizität einbüßen. Die Folge: Das Band reibt über das Gewebe des äußeren Knochenvorsprungs am Oberschenkel und verursacht Reizzustände, Knochenhaut- und Schleimbeutelentzündungen, die sich während oder nach dem Laufen durch stechende Schmerzen an der Außenseite des Knies äußern.

Muskeln stabilisieren

Begünstigt werden die schmerzhaften Reizungen durch schwache Rücken- und Gesäßmuskeln: Das Becken sinkt beim Gehen durch Ermüdung der untrainierten Muskeln auf der Seite des Schwungbeins ab. Der Zug auf den Tractus des belasteten Beins nimmt zu und damit auch die Reibung auf dem äußeren Gelenkkopf. Ganz ähnlich verschärfen O-Beine das Problem: Der Tractus ist durch die Fehlstellung der Beine übermäßig vorgespannt und verstärkt dadurch die schädliche Reibung.

Das "Runners Knee" kann zudem Folge einer übermäßigen Supination sein. Dabei knickt der Fuß nach außen und zerrt am Tractus. Bei der natürlichen Pronation knickt der Fuß beim Aufsetzen leicht nach innen. Die Bänder des Sprunggelenks federn jeden Schritt ab und entlasten Gelenke und Tractus. Viel zu oft wird aber die normale Pronation durch falsche Laufschuhe eingeschränkt. Eine Überlastung der Gelenke und vermehrte Spannung des Tractus sind dann die Folgen.

Das A und O für Läufer lautet daher: Professionelle Laufschuhberatung, gute Lauftechnik und unterstützendes Krafttraining, um Kniegelenke, aber auch Hüft-, Becken- und Sprunggelenke sowie die Wirbelsäule muskulär zu stabilisieren. Neben der Beinmuskulatur spielen die großen Gesäßmuskeln eine besondere Rolle für die Stabilisierung der Beinachsen. Gut trainiert verhindern sie das Wegknicken der Kniegelenke nach innen bei sportlichen Beanspruchungen.


Text: Dr. med. Martin Weiß

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